Problem
Bürogebäude mit Stahlbau stellen an den Brandschutz besondere Anforderungen, weil unbekleidete Stahlbauteile im Brandfall schnell ihre Tragfähigkeit verlieren. Gleichzeitig sorgen Kabelbrücken und technische Einbauten für Sprühbehinderungen, die eine gleichmäßige Schutzwirkung erschweren. Entstehungsbrände an Arbeitsplätzen, in EDV-Bereichen oder an haustechnischen Installationen können sich bei ungünstiger Geometrie rasch ausbreiten und Gebäude, Betrieb und Personen gefährden.
Herausforderung
Erschwerend wirken Kabelbrücken und Stahlkonstruktionen, die sowohl die Wärmeableitung beeinflussen als auch die Löschmittelverteilung einschränken. Hinzu kommt, dass Wasser nur begrenzt akzeptabel ist und Löschmittelrückstände kritisch zu bewerten sind, weil Gebäudeschäden und Betriebsunterbrechungen vermieden werden sollen.
Konventionelle Löschverfahren
Sprinkleranlagen sind grundsätzlich geeignet, stoßen aber bei Sprühbehinderungen durch Kabelbrücken und Stahlbau an Grenzen. Wassernebelsysteme bieten eine feinere Löschmittelverteilung und kommen mit geringerem Wasservolumen aus, sind jedoch auf ausreichende Raumdichtheit angewiesen.
Bevorzugtes Löschverfahren
Für den Brandschutz in Bürogebäuden mit Stahlbau eignet sich ein Hybridlöschverfahren aus Niederdruck-Wassernebel und Stickstoff. Es kombiniert die kühlende Wirkung des Feinsprühs mit einer kontrollierten Sauerstoffreduktion und erreicht damit auch Bereiche hinter Sprühbehinderungen. Der geringe Löschmitteleinsatz schont Gebäude und Einrichtung. Weil das System den Sauerstoffgehalt auf rund 12,7 bis 13,2 Prozent absenkt, ist die Personensicherheit bei automatischer Auslösung sorgfältig zu prüfen.
Worauf wir zusätzlich achten
Bei Altbauten mit Umnutzung zu Büroflächen ist die Dichtheit der geplanten Löschbereiche frühzeitig zu prüfen. Ohne ausreichende Raumdichtheit lässt sich die erforderliche Schutzwirkung des Hybridverfahrens nicht sicher erreichen.
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