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Ingenieurbüro für Sonderlöschanlagen und anlagentechnischen Brandschutz

Planung moderner Feuerlöschanlagen für Industrie, Sonderbauten und besondere Brandrisiken

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Brandschutz für Lager- und Abfüllbereiche mit alkoholhaltigen Flüssigkeiten


Edelstahltanks in einer Destillerie für Lagerung und Verarbeitung alkoholhaltiger Flüssigkeiten

Problem

In Lager- und Abfüllbereichen für alkoholhaltige Flüssigkeiten lagern brennbare Medien mit 45 bis 95 Vol.-% Alkohol in Tanks und Umfüllbehältern. Beschädigt ein Stapler Armaturen oder Leitungen, treten schnell größere Mengen aus. Auf dem geneigten Hallenboden laufen sie zur zentralen Schlitzrinne, bilden lokal aber einen brennbaren Flüssigkeitsfilm. Zündet dieser Film, greifen Flammen auf Behälter, Verrohrung und technische Einbauten über und gefährden Personen, Gebäude, Lagergut und Umwelt.

Herausforderung

Die Schutzaufgabe geht über einen reinen Bodenbrand hinaus. Der Schutzbereich ist geschlossen und weitgehend dicht, technische Einrichtungen reichen bis dicht unter die Decke, und das Medium entwickelt vergleichsweise wenig Rauch. Deshalb muss die Anlage sehr früh ansprechen und den Brand auch oberhalb der Austrittsstelle sicher erfassen. Gleichzeitig begrenzen Löschwasser, Rückhaltung und Entsorgung die Wahl der Standardlösung.

Konventionelle Löschverfahren

Sprühwasser wurde wegen des hohen Löschwasserbedarfs verworfen. Leichtschaum mit Außenluft bleibt grundsätzlich möglich, verlangt hier aber erhebliche Eingriffe in die Gebäudehülle. Eine reine Fußbodenbeschäumung mit Schwerschaum reicht ebenfalls nicht aus, weil sie höherliegende brennende Bauteile und Armaturen nicht sicher erreicht.

Bevorzugtes Löschverfahren

Bevorzugt wird ein Heißschaum Löschsystem. Es flutet den Schutzbereich schnell, erfasst neben austretenden Flüssigkeiten auch höherliegende Armaturen und Technikeinbauten und hält den Löschwasserbedarf vergleichsweise niedrig. Voraussetzung bleibt eine schnell ansprechende Brandmeldung mit Zwei-Melder-Abhängigkeit. Zusätzlich unterstützen Nottaster die frühe Auslösung durch das Bedienpersonal. Bei größeren brennenden Alkoholmengen stößt das Verfahren allerdings an Grenzen, die in der Auslegung berücksichtigt werden müssen, gegebenenfalls einen Schwerschaumteppich. Dieser verhindert die massive Zerstörung des Heißschaumes durch diese wasserlösliche brennbare Flüssigkeit.

Praxisbeispiel

In einer Lager- und Abfüllhalle mit rund 157 m² Schutzfläche konzentriert sich der Schutz auf den Bereich Lagerung und Abfüllung. Dort verbindet die Lösung Personenschutz mit Vorwarnung und Evakuierung sowie Gebäude-, Lagergut- und Umweltschutz durch eine Heißschaum Löschanlage für den definierten Löschbereich.


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