Problem
In Lebensmittelbetrieben verbinden Förderbänder Produktionsbereiche durch Öffnungen in F90-Brandwänden. Diese Öffnungen sind baulich nicht vollständig verschließbar und bilden im Brandfall einen direkten Ausbreitungsweg zwischen den Brandabschnitten. Feuer kann so ungehindert auf benachbarte Produktionsbereiche übergreifen und Gebäude, Betrieb und Personen gleichzeitig gefährden.
Herausforderung
Die Schutzaufgabe beschränkt sich auf den gezielten Öffnungsschutz an der Brandwanddurchführung, nicht auf einen vollständigen Raumschutz. Gleichzeitig stellen Hygieneanforderungen in Lebensmittelbetrieben hohe Anforderungen an Materialauswahl und Löschmittelrückstände. Wasser ist nur begrenzt akzeptabel, und Rückstände im Produktionsbereich müssen vermieden werden.
Konventionelle Löschverfahren
Sprühwasseranlagen können als flächendeckender Öffnungsschutz grundsätzlich infrage kommen, bringen jedoch vergleichsweise große Wassermengen ein. Schaumlöschanlagen, CO₂- und Inertgassysteme scheiden wegen Rückständen, Personengefährdung oder fehlender Eignung für diesen Anwendungsfall aus.
Bevorzugtes Löschverfahren
Wassernebel eignet sich für diesen Anwendungsfall besonders gut. Als gezielte Brandsperre direkt an der Förderbandöffnung wirkt er mit minimalem Wassereinsatz, hinterlässt kaum Rückstände und lässt sich in Edelstahlausführung hygienegerecht integrieren. Die Auslösung erfolgt über Flammenmelder mit Zweimelderabhängigkeit.
Worauf wir zusätzlich achten
Die Löschwasserrückhaltung im Bereich der Brandwanddurchführung muss frühzeitig geregelt sein. Auch bei weiteren Brandwandöffnungen im Betrieb ist zu prüfen, ob vergleichbare Schutzmaßnahmen erforderlich sind.
Jetzt prüfen lassen
Wir prüfen Ihr Brandszenario, Ihre Brandlast und die bauliche Situation und beziehen auch die Vorgaben von Versicherern und Behörden ein.
