Beispiel – Blockheizkraftwerke (BHKW) – Heißschaum Löschanlage – eine Sprinkler Alternative
Blockheizkraftwerke mit ihren elektrotechnischen Anlagen, Ölen und Gasen bilden mit dieser Brandlast ein erhebliches Gefahrenpotential für Menschen, Anlagentechnik, Gebäude und Umwelt.
Nach der Bestimmung der Art, der Menge und der Konfiguration dieser Stoffe und Einrichtungen geht es darum, diejenigen Anwendungsstoffe und Methoden auszuwählen, die in Bezug auf das Ausmaß der zu schützenden Brandgefahren am wirkungsvollsten sind.
Während man sich in der Vergangenheit lediglich mit einem oder mehreren Handfeuerlöschern begnügte, ist bei der neuen Generation von BHKW mit ihren hohen Brandausbreitungsgeschwindigkeiten und den sehr verbauten Block kaum noch möglich, manuell den Entstehungsbrand zu bekämpfen.
Die Gefahreneinschätzung geschieht normalerweise wie folgt:
- zu schützendes Leben
- Kosten für den Kapitalersatz
- Kosten der Betriebsunterbrechung
- Grundwassergefährdung
Um diese BHKW für einen dauerhaften Betrieb nutzen zu können muss es das Ziel sein, verbesserte Brandlöschsysteme für diese Schwerpunktbereiche zur Anwendung zu bringen.
Es können sich im Extremfall Brandsituationen ergeben, welche durch die sehr schnelle Brandausbreitung ein Vordringen der Feuerwehr zum Brandherd schwer oder gar nicht möglich macht.
Das Brandmelde- und Feuerlöschsystem muss in der Lage sein, bereits den Entstehungsbrand zu erkennen, und durch schnelle Löschung einer Brandausbreitung entgegenzuwirken.
Das heißt, hier soll auf eine automatische Brandbekämpfungsmethode orientiert werden, welche den Brandherd abschirmt, erstickt, kühlt und umgehend löscht.
Außer konventionelle Löschanlagen, wie Gas-, Wassersprüh- und Schaumlöschverfahren werden immer verstärkter innovative Löschverfahren, wie Hoch- und Niederdruckwassernebel oder Heißschaumverfahren eingesetzt.
Obwohl die Wassernebel – Feuerlöschanlagen sehr wenig Löschwasser benötigen, ist eine relativ aufwendige Verrohrung des Düsenrohrnetzes erforderlich, um Sprühnebelschatten zu vermeiden.
Dies trifft bei der Heißschaumlöschanlage nicht zu. Es ist lediglich eine Zuleitung mit den Heißschaumgeneratoren an der Decke installiert. Im Brandfall wird im Block das durch Zweimelder abhängige Brandmelder erkannt. Das Wasserschaumgemisch wird durch die Feuerlöschpumpe über die Hauptleitung zu den Generatoren gefördert.
Das aus den Düsen sprühende Gemisch nimmt den aufsteigenden Rauch vollständig in die Schaumblasen auf (bei 0 °C bis 1.200 °C). Der Block wird innerhalb von 2 Minuten bis in die letzten Winkel mit diesem Heißtrockenschaum gefüllt und gelöscht.
Fazit:
„Heißschaum“, als das zu diesen beiden spezifischen Anwendungsfällen zu betrachtende valorisierende Verfahren, erfüllte alle wesentlichen Punkte zur Erreichung des gewünschten Schutzziels und ist aus allen o.g. Gründen sicher geeignet.
Heißschaumverfahren - Steckbrief
Ultimate Video Player playlist with id Heißschaum Löschanlagen does not exist!