Das alte / neue Dampf Feuerlöschverfahren
Seit der Erfindung der Dampfmaschine im Jahr 1712 wurde kontinuierlich nach weiteren Einsatzmöglichkeiten für Dampf gesucht.
Erst rund 200 Jahre später wurde eher zufällig entdeckt, dass Dampf aufgrund seiner physikalischen Eigenschaften – insbesondere seiner Nichtleitfähigkeit und seines hohen Stickeffektes – hervorragend zur Brandbekämpfung in elektrotechnischen Anlagen geeignet ist.
Einrichtungen wie Kabelkanäle, Transformatoren oder Generatoren lassen sich damit schnell und sicher löschen.
Einsatzhistorie
Bereits um das Jahr 1940 wurden in Deutschland zahlreiche Kraftwerke mit Dampf ausgestattet, der sowohl als Prozessmedium als auch zur Brandbekämpfung diente. Satt- und Trockendampfanlagen waren in diesen Anlagen nahezu unbegrenzt verfügbar und machten sie im Brandschutz autark – unabhängig von der wachsenden Feuerlösch-Industrie. Dieser Zustand hielt bis in die 1970er Jahre an. Ab diesem Zeitpunkt wurden zunehmend Sprinkler-, Schaum- und Gaslöschanlagen eingesetzt, wodurch die ursprünglichen Dampflöschverfahren an Bedeutung verloren.
Technische Wirkweise
Dampf wirkt auf zwei Arten brandbekämpfend:
- Verdrängung von Sauerstoff:
Durch die starke Volumenausdehnung beim Eintritt in den Brandraum verdrängt der Dampf die Luft und damit den Sauerstoff. Es entsteht eine inerte Atmosphäre, die eine weitere Verbrennung unterbindet. - Wärmeaufnahme: Dampf nimmt erhebliche Mengen an Energie aus dem Brandherd auf.
Diese Energie steht für eine weitere Brandentwicklung nicht mehr zur Verfügung. - Insbesondere bei der Einbringung von Dampf in brennbare Gasgemische wirkt sich dies deutlich aus:
Die Zündfähigkeit der Pyrolysegase sinkt, eine Verbrennung ist ab einem Dampfanteil von etwa 45 % kaum noch möglich.
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